Ruine Schiedberg
Der Name "Schiedberg" erscheint erst um 1570. Lokal hiess der Hügel immer "casti", in römisch-frühmittelalterlicher Zeit "castrum" und in prähistorisch-rätischer Zeit wohl "patnal".
Der Ort war von der mittleren Bronzezeit (ca. ab 1500 vor Chr.) bis zur späten Eisenzeit (1. Jh. vor Chr.) und dann wieder von der römischen Kaiserzeit (ca. 200 nach Chr.) bis zum Spätmittelalter (14 Jh.) besiedelt.
Zur Zeit des Bischofs Tello (765) war Schiedberg im Besitz der churrätischen Familie der Viktoriden (Zacconen), eine befestigte Burganlage, nebst dem Herrenhof auf dem nahen Bregl da Heida.
Im Hochmittelalter erscheinen die ersten Feudalherren von Sagogn, wohnhaft auf Schiedberg: 1137 Chuno de Sagannio, einer der ersten Edlen Churrätiens. Diese Familie teilte sich dann in die Zweige von Wildenberg, Frauenberg, Fryberg, Greifenstein und wahrscheinlich auch Belmont.
Zeitweise wohnten auf Schiedberg (Herren und Dienerschaft) bis zu 60 Personen. Die Burg wurde vermutlich im Krieg von 1352 zwischen den Herren von Belmont und denen von Werdenberg zerstört.
Text: Platta Pussenta-Projekt, Dr. Martin Bundi


